Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Dies ist was wir möchten, Menschen zueinander bringen und den Raum zum Reden und Zuhören eröffnen.

In der islamischen Geschichte gab es Literatur-und Debattierrunden (z.B. traditionelle Versammlungen in Gegenwart des Sultans), in denen über religiöse Fragen oder Koran-Exegese diskutiert wurden. Auch fanden Lese-und Lernzirkel in Buchhandlungen statt.

In der Berliner Geschichte waren literarische Salons – geführt von so berühmten intellektuellen Salondamen wie Rahel Levin Varnhagen und Amalie Beer – ein Ort künstlerischer Begegnung von Adel, Großbürgertum, Intellektuellen und auch jüdischen Bürgern. 

Wir möchten den Salongedanken aufgreifen und einen jüdisch-muslimischen Salon initiieren. Einen Gedanken der damaligen Salons und Debattierrunden greifen wir auf und zwar die grundsätzliche Ebenbürtigkeit aller Menschen. Auf Augenhöhe möchten wir miteinander kommunizieren.

An den Abenden werden spezifisch religiöse Themen, wie historische Begebenheiten, Literatur und Fragen der jetzigen Zeit erörtert und besprochen.

Am 09. Februar 2021 traf sich der Jüdisch-Muslimische Salon online.

Über Zoom war es möglich, dass nicht nur bekannte Gesichter, sondern Menschen aus ganz Deutschland dabei waren. Vor allem hat dabei auch unser Veranstaltungsthema der Darstellung von Juden und Muslimen in TV- und Internetserien bei vielen jüngeren Teilnehmer:innen Aufmerksamkeit geweckt. Dank sei den Referenten David Ederberg und Tarek Baé, die das Interesse der Zuschauer während der vollen Sitzung aufrecht hielten. Der Einblick in die Filmwelt und die Darstellungsweise von Juden und Muslimen führte seitens der Teilnehmer zu wertvollen Beiträgen und zu einer lebhaften und wichtigen Diskussion.